image

Sommer, Sonne, Strand – was für viele Deutsche das Urlaubsideal ist, hat mich dieses Jahr ereilt. Neben Pinienwälder, gutem Essen und klarem Wasser hatte ich aber auch ein Blick für Transparenz und Feedbackmöglichkeiten.

(Dieser Post stammt noch aus dem alten Blog, weswegen die Formatierung nicht auf diese Seite abgestimmt ist)

So fing es schon bei der Flugbuchung an. Unsere Planungen waren sehr kompliziert und haben sich lange hingehalten, unter anderem auch weil ich aus Umweltgründen das Fliegen vermeiden wollte. Aber die Welt besteht ja aus Kompromissen und so habe ich den Flug wenigstens kompensiert. Das geht z.B. über den Anbieter atmosfair. Dieser Ablasshandel macht die Welt auch nicht unbedingt grüner, aber er internalisiert die CO2-Reisekosten. Nur schade, dass Eurowings bei der Buchung von sich aus nicht die Möglichkeit anbietet, die Kompensation in einem Rutsch zu zahlen.

image

Würden die zukünftigen Reisenden eine Angabe ähnlich wie bei atmosfair erhalten (siehe Screenshot), würden sie wenigstens über ihren Umwelteinfluss aufmerksam gemacht werden.

Weiter ging es auf dem Flughafen. Überraschenderweise waren hier ziemlich viele Feedback-Geräte verteilt, sei es in der Halle oder auf der Toilette. Bei Letzterem konnte man sogar nicht nur angeben, wie es einem gefallen hat, sondern auch spezifische Aspekte auswählen. Ein freies Eingabefeld wäre natürlich schön gewesen.

image
image

Den freien Text konnte man jedoch auch per iFeedback loswerden, deren Roll-Up kaum übersehbar eine Weitergabe direkt an das Management verspricht. Hier wäre es nett gewesen zu erfahren, von welchem Management genau die Rede ist. Ich vermute mal, dass eine Kommunikationsabteilung dazwischen geschaltet ist, welche die Beiträge sammeln, kategorisieren und filtern. Auch ob irgendwo die Ergebnisse daraus ersichtlich sind ist unklar.

In der Urlaubsdestination selbst habe ich dann eher weniger solcher Instrumente mitbekommen. Dabei dürfte gerade bei Touristen, die auf Handy-Roaminggebühren verzichten, das Interesse groß sein, durch Bewertungsportal-Empfehlungen spontan gelotst zu werden. Bei einer Unterkunft war dies auch gegeben, mit dem Abstrich das die Bewertung von 2013 war.

image

Dabei ist auch die aktuelle Bewertung mit 9,2 sehr gut. Eine Erinnerung zur Bewertung haben wir jedenfalls nicht erhalten. Eine vertane Chance oder umsichtige Gelassenheit? Eine ganz andere Notiz haben wir vor einem Restaurant gesichtet:

image

Da war wohl jemand nicht zufrieden mit dem Dienst. Ich stelle mir es auch ziemlich mühsam vor, gegen mögliche Falschaussagen zu agieren. Aber der transparente Kommentar erachte ich als die einzige effektive Gegenmaßnahme. Denn sie einfach zu ignorieren könnte der Reputation erheblich schaden. Das Restaurant war jedenfalls dennoch gut besucht und lecker. Leider ist mir der Name entfallen, sodass ich nicht die TripAdvisor-Seite betrachten konnte.

Zu Hause angekommen konnte ich dann noch Zeuge einer Art Transparenz-Selbstermächtigung werden. An der S-Bahnstation wurden die Preise zu den einzelnen Stationen gekritzelt. Ob dies ein Bahnmitarbeiter umgesetzt hat, weil er von den vielen Fragen gelangweilt war oder von frustrierten Passagieren mit falschem Ticket bleibt ungewiss.

image

Zum Schluss kommt dann wahrscheinlich nur noch die Frage, wo das alles war? Ich glaube, da können mit etwas Rechercheanspruch die Bilder für sich besprechen. Und außerdem: Ohne mein Alltours…

Urlaubsfeedback
Markiert in:                                    

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*