Meine Lesezeichenliste quillt über. Nicht nur mit Nachhaltigkeitszeug, sondern auch mit Material über die atemberaubenden Entwicklung in den USA, insbesondere den düsteren Zukunftsszenarien, sowie dem Thema AfD hierzulande. Nicht weil mich das Thema beigeistert, sondern weil ich eine Art Pflichtgefühl spüre, auch gegenüber dem schrecklichen Gedanken, dass sich gewisse Grundzüge der Geschichte doch zu wiederholen scheinen.

Ach ja, und dann bin ich noch in Finnland zur Zeit und dort mit allerhand beschäftigt…

Damit ich mich aber sukzessive auch meinen Lieblingsthemen widme, beschließe ich, täglich zumindest eine Kleinigkeit rauszuhauen. Nicht unbedingt immer bebildert, nicht unbedingt immer tief recherchiert, reflekiert oder kommentiert. Aber zumindest als kleines Lebenszeichen. Bis ich wieder ein Konzept habe und in weiteren Abständen, aber auf qualifiziertere Weise Beiträge raushauen kann.

Den Anfang macht eine englische Publikation von CB Bhattacharya (UPDATE: hier auch auf deutsch), der den Pietro Ferrero Chair in Berlin inne hat. Ich kenne den Artikel aus dem GfK MIR Marketing Magazin (nicht peer-reviewed) seit heute, da er mir bei einer Google Scholar folge zufällig entgegengekommen ist. Ich mag ihn, weil er modern, gerade zu verspielt in seinem Äußeren erscheint. Der Inhalt bezieht sich vor allem auf das klassische Win-Win-Streben einer guten Nachhaltigkeitsstrategie und klingt ganz nach Porter/Kramer. Kein Wunder, die neueste Publikation von Bhattacharya veröffentlichte er mit Paul Polman, einer der Praxis-Vertreter dieses Ansatzes. Für den Autoren sind zwei Wege möglich, wie CSR Werte erschaffen kann: Direkt in Verbidung mit dem Business Case und indirekt mit den Stakeholder Reaktionen.

Responsible Marketing, S.12

Hervorzuheben finde ich sowohl die Hebelfaktoren eines erfolgreichen CSR-Programms im Bezug auf die Stakeholder, als auch auf das Geschäft.

Responsible Marketing, S.12

Drei Aspekte sind beim Umgang mit den Stakeholdern wichtig:

Understanding: Leuten bewusst machen, warum das CSR Programm so existiert.

Usefulness: Zeigen auf welche Weise ein CSR-Programm den Stakeholdern funktionell oder sozial Nutzen verschafft.

Unity: Betonen, dass die Aktivitäten gemeinsam gestaltet werden.

Die 4 C’s hingegen sind erst einmal nicht zu verwechseln mit dem alternativen Marketing-Mix.

Responsible Marketing, S.16

Die Unterscheidung zu den 3 U`s wird mir nicht ganz klar, vor allem weil die Co-creation activities sehr verwandt mit der Unity erscheinen. Ansonsten wird das Monitoring und die Messbarkeit mit „calibrate“ als weiterer Aspekt genannt. Zu guter Schluss gibt es dann die „communication“ und da mein Lieblingsthema darunter zu verstehen ist, auch gleich noch einmal ein Zitat dazu, um das Aufgabengebiet abzustecken:

„demonstrate transparency, authenticity and credibility, companies need to inform stakeholders about the rationale and specifics of their motives“

Das lasse ich jetzt einfach mal so stehen.

Vollständige Quelle:

CB Bhattacharya (2016): Responsible Marketing. Doing Well by Doing Good. In: GfK MIR Marketing Magazin für Marketingmanager und Marktforschungsspezialisten. Vol. 8, No. 1, 2016. S.8-17.

PS: Firefox macht bei rund 8000 Lesezeichen Schluss, weswegen ich Artikel mit der App  Pocket speichere.

Jeden Tag zumindest eine Kleinigkeit…
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