#nachhaltige100 – Clevere Aktion von Triodos

Nein, das ist kein Schmoll-Post. Die #nachhaltige100 finden ohne mich statt. Das ist okay, man ist ja erst am Anfang. Um jetzt alle abzuholen, die nicht wissen was die#nachhaltige100 sind: Die Triodos Bank hat seit ein paar Monaten ein Ranking von Nachhaltigkeits-Influencer erstellt. Sortiert wurde nach dem Klout-Score, ein Maß wie „bedeutend“ (Follower, Aktivitäten,…) man auf Sozialen Netzwerken ist. Einbezogen wurden Menschen, die sich damit identifizieren, die Nachhaltigkeit voranbringen zu wollen.

Heute wurden die glücklichen Algorithmussieger nach Berlin eingeladen, um ein Netzwerktreffen zu veranstalten. Das klingt jetzt für jeden Menschen, der sich a) nicht mit nachhaltigem Wirtschaften beschäftigt, b) Netzwerken für nicht relevant hält oder c) andere Formen von Anerkennung bevorzugt, nach einem Schulterzucken. Aber es gibt nicht wenige Menschen, die voller Stolz ihren Rankinglatz auf Twitter teilen. Und ja, ich würde es wohl auch machen. (mehr …)

Nachhaltigkeitsbericht-Check: Werkhaus

 

Werkhaus kann eigentlich nur symphatisch sein. Vielleicht ging es vielen wie mir, die das erste Mal mit der Marke in Kontakt gekommen sind, als sie die Werkhaus Stifthalter in den Händen hielten. Ihre Stecksysteme machten das Unternehmen bekannt. Die beiden Gesichter des Unternehmens Holger und Eva Danneberg scheinen aber noch immer sehr bodenständig zu sein. Vor ein paar Jahren begegnete ich Holger Danneberg in Lüneburg bei einer Veranstaltung, eine wirklich interessante Unternehmenspersönlichkeit, welche offen war für die Ideen der Studierenden. Das Unternehmen Werkhaus Design + Produktion GmbH wuchs seitdem, es wurden immer mehr Werkhaus-Geschäfte eröffnet. Die Produktpalette erweiterte sich auch Wohnaccessoires, zuletzt auch Möbel für Drinnen und Draußen.

Jetzt kam der zweite Nachhaltigkeitsbericht auf, worauf mich Umweltdialog aufmerksam machte. Ich habe mir den Bericht durchgelesen und schreibe, was mir dabei aufgefallen ist. (mehr …)

Was ist FBA und was macht es für einen Sinn?

[puamella] CC BY-SA 2.0
Auf der Suche nach neuen Podcast-Perlen bin ich heute bei ‚Level up! Der Podcast für Querdenker und Visionäre‘ gelandet. Ein ansprechender Titel, also mal reinhören was Johannes Ungerer und Lukas Mankow Schönes erzählen. Binnen weniger Minuten steigt Unbehagen in mir auf. Nach der ersten Folge tendiere ich leider schon wieder dazu, den Kanal zu deabonnieren. Im Prinzip geht es bei den ‚Visionen‘ die ganze Zeit darum, mit etwas namens FBA ordentlich Geld zu scheffeln.

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DDL: SDGs und Finanzen, Tinder fürs Tauschen, Kapitalismus bei Deutschlandfunk (#001)

Die Drei Lesezeichen: Das sind kurze und knackige Lesetipps, frisch von meiner letzten Surfwelle.

5 ways financial services companies can turn SDGs into opportunities (GreenBiz, 07.02.2017, Charlotte Bancilhon): Alle sprechen über die SDGs und ihre Bedeutung für Unternehmen. Der Artikel beschäftigt sich mit den Chancen für die Finanzbranche.

Das Tinder für Gebrauchtes (enorm, Vincent Halang): Eine neue App bringt Tauschende per Wisch zusammen. Würde ich einmal ausprobieren, wenn ich gerade in Deutschland wäre.

Ökonomisches Weltsystem – Postkapitalistische Perspektiven (Deutschlandfunk, 29.01.2017, Raul Zelik): Dieser Beitrag des Deutschlandfunks wird mit gerade des Öfteren bei Facebook empfohlen. Für Leute, die mal wieder etwas Grundsätzliches hören möchten.

Mein Verständnis von CSR

Ich habe mir etwas Gedanken gemacht, was mir am Thema CSR wichtig ist. Hier die ausführliche Fassung:

Über die Begrifflichkeiten und theoretischen Verständnisse von CSR kann sich auf dem CSR Wiki informiert werden.

Hier versuche ich darzulegen, was mein Verständnis von CSR ist.

Egal ob CSR, CR, CS, CSV oder RB: Ja, es gibt viele Bezeichnungen. Am Ende versuchen sie alle zu beschreiben, inwiefern Unternehmen Verantwortung tragen gegen über ihrem Handeln.

Meine Meinung zu dem Thema in 10 Punkten:

Tom Raftery, CC BY-NC-SA 2.0

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CV of Failure

Prahlen kann jeder. Vor allem bei den „Über mich“-Seiten auf diversen Webseiten. Ich möchte lieber diese Seiten für mein Wissen und meine Fähigkeiten sprechen lassen.

Stattdessen habe ich mir ein Beispiel genommen und meine persönlichen Momente des Scheiterns unter mein Profil hinzugefügt. Denn wer hat nicht diese Webseiten satt, wo nur von erfolgreichen Referenzen und großartigen Lebensläufen zu lesen ist? Ich halte das nicht für sehr authentisch und glaubwürdig, deswegen hier nun eine kleine ausführlichere Offenbarung meinerseits (privates Scheitern spielt hier jedoch keine Rolle):

Aber zuallerst:

CC By 2.0 – Nicolas Nova

Leute, Scheitern ist erlaubt. Man sollte nur daraus lernen.

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WirGarten Lüneburg – kennste?

Heute ist so ein Tag, an dem ich normalerweise nicht schreiben würde, denn ich hab genug zu tun.

Aber hey, andere Menschen haben auch genug zu tun, schaffen es sogar nebenbei eine Gemüsegärtnerei aufzubauen. So zum Beispiel der bald betriebsbereite WirGarten Lüneburg. Das ganze folgt dem Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft. Das Unternehmen ist eine Genossenschaft, Interessierte kaufen sich also ein erst einmal ein Genossenschaftsanteil, werden dabei Teil des Unternehmens und geben dem Ganzen eine kleine Sicherheitseinlage. Als frisch gekürter Mitunternehmer kann dann je nach Bedarf und Geldbeutel Ernteanteile gekauft werden. Das alles passiert so transparent, umweltschonend und lokal wie möglich.

Ich schreibe das aber nicht nur, weil ich das Konzept spannend finde. Ein mir bekannter WirGarten-Mitgründer hat mich gefragt, ob ich nicht meine alten Facebook Lüneburg-Kontakte zur WirGarten FanPage einladen möchte. Abgesehen davon, dass ich das gerne gemacht habe, hat es in mir aber auch ein bekanntes Problem getriggert:

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SDGs merken leicht(er) gemacht

Der Podcast Tonspur N sprach in den letzten Folgen über die SDGs und die Bedeutung für Unternehmen. Da es bei 17 Zielen schwerfällt, alle in ihrer Reihenfolge zu merken, habe ich mir mal eine kleine Geschichte als Eselsbrücke ausgedacht. Schließlich brauchen wir sie noch mindestens bis 2030, da sollte man sie durchaus mal im Kopf behalten. Und nein, für die 169 Unterziele ist alle Hoffnung verloren. An der Stelle ist es dann doch besser, sie zu erfüllen, als sie auswendig zu wissen.

PS: Annemarie Harant hat im Podcast den Linktipp gegeben, sich einmal die Guardian Best Practices zu den einzelnen Zielen anzuschauen, das kann ich nur weiterempfehlen. Des Weiteren bin ich gespannt, ob das Duo in den nächsten Folgen auch vor hat zu erörtern, was die SDGs für ein mögliches GRI 5.0 bedeuten kann.

Jeden Tag zumindest eine Kleinigkeit…

Meine Lesezeichenliste quillt über. Nicht nur mit Nachhaltigkeitszeug, sondern auch mit Material über die atemberaubenden Entwicklung in den USA, insbesondere den düsteren Zukunftsszenarien, sowie dem Thema AfD hierzulande. Nicht weil mich das Thema beigeistert, sondern weil ich eine Art Pflichtgefühl spüre, auch gegenüber dem schrecklichen Gedanken, dass sich gewisse Grundzüge der Geschichte doch zu wiederholen scheinen.

Ach ja, und dann bin ich noch in Finnland zur Zeit und dort mit allerhand beschäftigt…

Damit ich mich aber sukzessive auch meinen Lieblingsthemen widme, beschließe ich, täglich zumindest eine Kleinigkeit rauszuhauen. Nicht unbedingt immer bebildert, nicht unbedingt immer tief recherchiert, reflekiert oder kommentiert. Aber zumindest als kleines Lebenszeichen. Bis ich wieder ein Konzept habe und in weiteren Abständen, aber auf qualifiziertere Weise Beiträge raushauen kann.

Den Anfang macht eine englische Publikation von CB Bhattacharya (UPDATE: hier auch auf deutsch), der den Pietro Ferrero Chair in Berlin inne hat. Ich kenne den Artikel aus dem GfK MIR Marketing Magazin (nicht peer-reviewed) seit heute, da er mir bei einer Google Scholar folge zufällig entgegengekommen ist. Ich mag ihn, weil er modern, gerade zu verspielt in seinem Äußeren erscheint. Der Inhalt bezieht sich vor allem auf das klassische Win-Win-Streben einer guten Nachhaltigkeitsstrategie und klingt ganz nach Porter/Kramer. Kein Wunder, die neueste Publikation von Bhattacharya veröffentlichte er mit Paul Polman, einer der Praxis-Vertreter dieses Ansatzes. Für den Autoren sind zwei Wege möglich, wie CSR Werte erschaffen kann: Direkt in Verbidung mit dem Business Case und indirekt mit den Stakeholder Reaktionen.

Responsible Marketing, S.12

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