In diesem Post berichte über eine App-Idee, welche nachhalten kann, was man bewegt hat und bei anderen Bestärkung finden.

Wirkungstagebuch

Vielleicht kennt ihr auch das Gefühl, gar nicht so wirklich greifen zu können, was man in einem bestimmten Zeitraum geschafft hat. Mir geht das auch so. Ich arbeite für ein Sozialunternehmen und trotzdem habe ich aktuell das Gefühl, am Ende des Arbeitsalltages nicht genug erreicht zu haben.

Ich glaube, das ist auch ein Achtsamkeitsproblem. Denn so richtig reflektieren tue ich meinen Tag nicht. Dabei weiß man doch, wie gesund das sein soll. Und mit Planern wie Ein guter Plan sind gute Vorlagen vorhanden.

Klassiker Tagebuch in neuem Gewand

Ich habe selbst mal ein paar Wochen lang Tagebuch geschrieben. Dabei auch immer daran gedacht, die drei Punkte aufzuschreiben, für die ich dankbar bin, die ich neu gelernt habe und worauf ich stolz sein kann.

Doch irgendwann blieben die Seiten leer. Kurz vor dem Schlafen hatte ich keine Lust mehr auf die lästige Hausaufgabe. Ja, das war wohl kein gutes Framing…

Für den Wettbewerb „digital.engagiert“ habe ich nun ein Konzept einer App entwickelt, die ich mir selbst wünschen würde und finde, auch anderen einen Mehrwert stiften könnte.

Das Wirkungstagebuch ImpactLog soll uns als digitales Unterstützungstool weiterhelfen. Im Gegensatz zum Tagebuch, dass zuhause auf einen wartet, kann man gleich an Ort und Stelle einen Eintrag eingeben.

Impact Log: Die App, die ein WIrkungstagebuch ersetzen soll.

Hinter ImpactLog (Arbeitstitel) verbirgt sich eine Web-App, die der tägliche Begleiter von Menschen sein soll, die etwas bewegen wollen. Folgende Features sollen damit abgedeckt werden:

  • Tracking des eigenen Impacts: Wie ein erweitertes Tagebuch kann man täglich Stichpunkte einfügen, was man am Tag für einen positiven Beitrag geleistet hat. Der Prozess ist wichtiger als das Ziel. Die Einträge sammeln sich im Logbuch kategorisiert (z.B. nach SDGs) oder chronologisch an. Daneben stehen noch Felder zur Dankbarkeit (Achtsamkeitsübung), zu Learned-By-Doing und für die drei wichtigsten Ziele des nächsten Tages zur Verfügung.
  • Digitaler Abreißkalender: Jeder Tag erscheint ein Wissensnuggets für zwischendurch. Das können Linkempfehlungen, Veranstaltungstipps oder Best Practices sein. Außerdem kann die Option freigeschaltet werden, einen Ideensprint durchzuführen. Dann kommen aus dem Design Thinking-Prozess stammende Aufgaben, welche Schrittweise vorgeben, was bei der Entwicklung eines Projekts zu berücksichtigen ist.
  • Gegenseitige Bestärkung: Optional können gute Taten veröffentlicht werden. Diese werden anonymisiert und anderen Nutzer*innen angezeigt. Standardmäßig soll jede*r 30 Einträge der am nächsten befindlichen App-Nutzer*innen angezeigt bekommen. Jede*r hat 10 Punkte, die vergeben werden können, wenn einem ein Eintrag gefällt und man der Person Mut zu sprechen möchte, optional auch ergänzt um einen Kommentar. Die Ergebnisse werden nicht veröffentlicht und dienen nur dem persönlichen Feedback. Durch die Knappheit an Punkten wird dennoch eine Wertschätzung ausgedrückt, Dopamin wird ausgeschüttet.
  • Aktivierung durch Challenges: Kleine Aktivierungsaufgaben ergänzen das Angebot. Diese können z.B. zum aktuellen Zeitgeschehen passen und daraus bestehen, Ideen zu formulieren, kreative Fragen zu stellen, konstruktives Feedback zu geben etc.. Hierdurch entsteht eine sinnvolle Beschäftigung für Zwischendurch, um spielerisch den sozialunternehmerischen Impuls zu trainieren.

Also ein Tagebuch, dessen Einträge auch geteilt werden können, wenn man sich gerade im Motivationsloch befindet und kleine Gamification-Elemente beinhaltet. Es funktioniert in einer anderen Logik wie Soziale Medien, der Vergleich steht weniger im Vordergrund als die gegenseitige Unterstützung. Auch der Faktor der kritischen Masse fällt nicht schwer ins Gewicht.

Ich habe davor wirklich eine längere Recherche gemacht, aber so etwas habe ich nicht auf dem Markt gefunden und würde mir das wirklich gerne einmal näher anschauen.

Mal ausprobieren…

Während ich darauf warte, ob ich diese Idee mit etwas Unterstützungsgeld vielleicht sogar anfangen könnte umsetzen, dachte ich wieder an diesen Blog: Schon länger nichts mehr geschrieben, wieso also ihn nicht einfach als ein (unregelmäßiges) Wirkungstagebuch nutzen? Natürlich bezieht sich das nur auf Inhalte, bei denen ich denke, sie könnten auch für andere interessant sein.

Also, demnächst wieder mehr hier an dieser Stelle!

Wirkungstagebuch digital gedacht
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